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Ich bin dankbar, dass Stephané die Zitronenscheibe genau auf das tote Auge der riesigen gebratenen Forelle gelegt hat, vorm leeren Blick hatte ich mich am meisten gefürchtet. Mit dem Fischessen ist es aber wie mit dem Radfahren: Man verlernt es nicht. Mit geübten Handgriffen – Kopf ab, Schwanz ab, Gräte raus – filetiere ich den Fisch, mit Lust und Genuss fresse ich ihn, er schmeckt nach Salz, Butter & Zitrone. Der traurige Salat, lamentiert von wegen drei Jahren Veganismus, ich rülpse, er schweigt. Die Zigarette danach zünde ich am falschen Ende an, kein Wunder, ich bin Nichtraucher.

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